Ass
Ace
Gültiger Aufschlag, den die rückschlagende Person vor dem zweiten Aufspringen nicht mit dem Schläger berührt. [1]
Beispiel: Der Aufschlag landet im richtigen Feld und bleibt unberührt: Punkt durch Ass.
Was unterscheidet ein Ass vom Aufschlagwinner? Ist ein Breakball schon ein Break? Hier findest du 66 Begriffe aus Training, Match und Turnier – kurz erklärt, mit deutschen und englischen Bezeichnungen.
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Ein Ball darf das Netz berühren. Entscheidend ist, ob es ein Aufschlag oder ein Ball im laufenden Ballwechsel ist – und ob er anschließend regelgerecht landet.
| Situation | Was passiert? | Entscheidung |
|---|---|---|
| Ballwechsel: gültig | Ball streift das Netz und landet im gültigen gegnerischen Feld. | Weiterspielen; keine Wiederholung nur wegen des Netzes. |
| Ballwechsel: Fehler | Ball streift das Netz und landet aus oder bleibt auf der eigenen Seite. | Punkt für die Gegenseite. |
| Erster Aufschlag | Netzberührung, danach sonst gültig im richtigen Aufschlagfeld. | Ersten Aufschlag wiederholen. |
| Zweiter Aufschlag | Netzberührung, danach sonst gültig im richtigen Aufschlagfeld. | Zweiten Aufschlag wiederholen; kein neuer erster Versuch. |
| Aufschlagfehler | Netzberührung, danach aus oder im falschen Feld. | Fehler. Beim zweiten Versuch: Doppelfehler. |
| No-Let-Sonderformat | Gültiger Aufschlag trotz Netzberührung. | Ball bleibt im Spiel, wenn dieses Format ausdrücklich gilt. |
Wichtig beim zweiten Aufschlag: Ein gültiger Aufschlag-Netzball ist nach der normalen Let-Regel kein Doppelfehler. Du wiederholst den zweiten Aufschlag. Ein Fehler des ersten Versuchs wird dadurch aber nicht gelöscht.
Davon zu unterscheiden ist die Berührung des Netzes durch Körper, Kleidung oder Schläger: Solange der Ball im Spiel ist, führt diese grundsätzlich zum Punktverlust. Sie ist kein „Netzroller“. [4]
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66 Begriffe
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Ace
Gültiger Aufschlag, den die rückschlagende Person vor dem zweiten Aufspringen nicht mit dem Schläger berührt. [1]
Beispiel: Der Aufschlag landet im richtigen Feld und bleibt unberührt: Punkt durch Ass.
Serve, Service
Schlag, der den Punkt eröffnet. Der Ball muss ins diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld. [6]
Service Winner, unreturned serve
Direkter Punktgewinn mit dem Aufschlag trotz Schlägerkontakt beim Return. Ein solcher Kontakt unterscheidet ihn vom Ass. [1]
Out
Der Ball springt außerhalb des aktuell gültigen Feldes auf. Berührt er dessen Begrenzungslinie, ist er drin. [6]
6:0
Umgangssprachliche Bezeichnung für einen Satz, der 6:0 endet. Die Gegenseite gewinnt dabei kein Spiel. [1]
Rally
Die Folge der gespielten Bälle innerhalb eines Punktes, bis dieser endet. [2]
Aufschlagverlust, break of serve
Gewinn eines Aufschlagspiels durch die rückschlagende Seite. Es geht um ein ganzes Spiel, nicht nur einen Punkt. [1]
Beispiel: Du nimmst bei 2:2 ab und gewinnst das Spiel zum 3:2: Das ist ein Break.
Break Point
Chance der rückschlagenden Seite, mit dem nächsten Punkt das Aufschlagspiel der Gegenseite zu gewinnen. [1]
Cross, diagonal
Ein diagonal über den Platz gespielter Ball, im Gegensatz zum Schlag entlang der Seitenlinie. [2]
Doubles
Zwei Personen spielen als Team gegen zwei andere. Im Ballwechsel zählen die Doppelgassen zum gültigen Feld. [3]
Double Fault
Auch der zweite Aufschlagversuch ist ein Fehler. Die rückschlagende Seite gewinnt den Punkt. [6]
Beispiel: Erster Aufschlag aus, zweiter Aufschlag ins Netz: Doppelfehler.
Alley, Tramline
Streifen zwischen Einzel- und Doppel-Seitenlinie. Im Doppelballwechsel gültig, beim Aufschlag weiterhin außerhalb des Aufschlagfelds. [3]
Auslosung, Tableau
Das Turniertableau zeigt Paarungen und den Weg durch die Runden. „Main Draw“ bezeichnet das Hauptfeld. [5]
Deuce, 40:40
Gleichstand ab je drei gewonnenen Punkten. Im Standardspiel sind danach zwei Punkte in Folge zum Spielgewinn nötig. [12]
Deuce Court, rechte Seite
Die rechte Platzhälfte aus Sicht der jeweiligen spielenden Person. Von dort wird unter anderem bei Einstand aufgeschlagen. [3]
Singles
Eine Person gegen eine Person. Die inneren Seitenlinien begrenzen das Spielfeld. [3]
erzwungener Fehler
Fehler unter starkem Gegnerdruck oder aus schwieriger Schlagposition. Die statistische Abgrenzung zum Unforced Error erfordert eine Bewertung. [1]
Bye
Weiterkommen in die nächste Runde ohne angesetztes Match in dieser Runde. Nicht dasselbe wie ein Walkover. [5]
Foot Fault
Regelverstoß der Füße während des Aufschlags, etwa Berühren der Grundlinie vor dem Treffpunkt. Zählt als Aufschlagfehler. [6]
Baseline
Die hintere Begrenzung des Spielfelds. Ein Schlag, der diese Linie berührt, kann noch gültig sein. [3]
Groundstroke
Schlag nach dem Aufspringen des Balls, typischerweise als Vorhand oder Rückhand. [3]
Half Volley
Der Ball wird unmittelbar nach seinem Aufspringen gespielt. Trotz des Namens ist es kein Volley vor dem Bodenkontakt. [2]
Aufschlag halten, hold of serve
Gewinn des eigenen Aufschlagspiels. Das Gegenstück zum Break durch die rückschlagende Seite. [1]
umlaufene Vorhand nach außen
Häufig eine Vorhand von der eigenen Rückhandseite, die diagonal über den Platz gespielt wird. [8]
Kick Serve
Aufschlag mit ausgeprägter Vorwärtsrotation und häufig zusätzlicher seitlicher Komponente; der Ball springt typischerweise hoch ab. [2]
Wiederholung
Eine angesagte Wiederholung. Beim Aufschlag-Netzball wird normalerweise nur dieser Aufschlag wiederholt; bei anderen Unterbrechungen kann der ganze Punkt betroffen sein. [4]
Überlob, Bogenball
Ein hoher Ball, der über eine am Netz stehende Person hinweg ins gültige Feld gespielt wird. [2]
Down the Line
Ein ungefähr parallel zur Seitenlinie gespielter Ball. Er muss nicht auf der Linie landen. [2]
Null
Die englische Bezeichnung für null beim Zählen. „Fifteen-love“ bedeutet 15:0. [12]
LL, Nachrücker aus der Qualifikation
Person, die nach einer Niederlage in der Qualifikation unter den geltenden Nachrückregeln doch ins Hauptfeld gelangt. [5]
Begegnung
Das gesamte Tennisspiel zwischen den beiden Seiten. Es umfasst das vorher festgelegte Satz- oder Kurzformat. [6]
Champions-Tie-Break
Häufig ein Tie-Break bis zehn mit zwei Punkten Vorsprung, der den Entscheidungssatz ersetzt. Die Ausschreibung legt das Format fest. [6]
Match Point
Ein Punkt, mit dessen Gewinn eine Seite das gesamte Match gewinnen kann. [12]
Returnpunkt im Tie-Break
Gewinn eines Tie-Break-Punkts beim Aufschlag der Gegenseite. Kein Break eines ganzen Aufschlagspiels. [9]
Mixed-Doppel
Doppelkonkurrenz, in der jedes Team aus einer Frau und einem Mann besteht. [6]
Körper oder Schläger am Netz
Berührt eine spielende Person mit Körper, Kleidung oder Schläger das Netz, während der Ball im Spiel ist, verliert sie den Punkt. [4]
Netzball, Net Cord
Der Ball streift das Netz. Im Ballwechsel kann er gültig bleiben; beim Aufschlag kommt es auf Landung und geltende Let-Regel an. [4]
Beispiel: Die Fallübersicht oberhalb des Lexikons zeigt, wann weitergespielt, wiederholt oder ein Fehler gezählt wird.
ohne Vorteil, Entscheidungspunkt
Alternative Spielzählung: Bei Einstand entscheidet der nächste Punkt das Spiel. Die festgelegte Annahmeregel ist zu beachten. [6]
Passing Shot
Ein Ball, der an einer am Netz stehenden Person vorbei ins gültige Feld gespielt wird. [2]
Point
Kleinste Zähleinheit. Ein Ballwechsel oder etwa ein Doppelfehler entscheidet den Punkt. [6]
Qualifying, Qualifier, Q
Vorrunden um Plätze im Hauptfeld. Wer sie erfolgreich durchläuft, wird als Qualifier bezeichnet. [5]
Breakback, direktes Zurückbreaken
Unmittelbares Break nach Verlust des eigenen Aufschlagspiels. Damit wird das vorherige Break direkt beantwortet. [9]
Ret., Aufgabe
Aufgabe, nachdem das Match bereits begonnen hat, etwa wegen einer Verletzung. Vom Walkover vor Matchbeginn zu unterscheiden. [7]
Aufschlagrückschlag
Der erste Rückschlag auf den gegnerischen Aufschlag. Er kann offensiv oder defensiv gespielt werden. [3]
Jeder gegen jeden, Gruppenspiel
Spielmodus, bei dem innerhalb einer Gruppe jede Seite gegen jede andere antritt. [10]
Backhand
Schlag auf der Rückhandseite; er kann einhändig oder beidhändig ausgeführt werden. [3]
Set
Eine Einheit aus mehreren Spielen. Im üblichen Tie-Break-Satz führen sechs Spiele mit zwei Spielen Vorsprung oder ein Tie-Break zum Satzgewinn. [6]
Set Point
Ein Punkt, mit dessen Gewinn die betreffende Seite den laufenden Satz gewinnen kann. [12]
Seed, gesetzte Person
Verteilung ausgewählter Teilnehmender im Tableau nach den geltenden Kriterien, damit sie nicht zu früh aufeinandertreffen. [5]
Unterschnitt, Backspin
Schlag mit Rückwärtsrotation. Der Ball springt häufig flacher ab; Slice kann etwa auf der Rückhand oder beim Stopp eingesetzt werden. [2]
Schmetterball, Overhead
Angriffsschlag über Kopfhöhe, häufig als Antwort auf einen kurzen Lob. [2]
Game
Zähleinheit innerhalb eines Satzes. Standardmäßig zählt man 0, 15, 30, 40, gegebenenfalls Einstand und Vorteil. [12]
Game Point
Ein Punkt, mit dessen Gewinn eine Seite das laufende Spiel gewinnen kann. [12]
Bereitschaftssprung
Kleine vorbereitende Entlastungsbewegung, zeitlich auf den gegnerischen Schlag abgestimmt, um in die passende Richtung starten zu können. [11]
Drop Shot, Stop
Kurz hinter das Netz gespielter Ball, der die Gegenseite nach vorn zwingt; häufig mit Unterschnitt gespielt. [2]
Tiebreak
Entscheidungsspiel mit fortlaufender Punktzählung, im üblichen Satz bei 6:6 bis mindestens sieben und mit zwei Punkten Vorsprung. [9]
Vorwärtsdrall
Vorwärtsrotation des Balls. Sie unterstützt eine bogenförmige Flugbahn und typischerweise einen höheren Absprung. [2]
durch die Beine, Hotdog
Schlag zwischen den Beinen hindurch, oft in einer schwierigen Laufposition gespielt. [2]
unerzwungener Fehler, UE
Fehler ohne deutlichen Zwang durch den vorherigen Gegnerschlag. Die Einstufung ist eine statistische Bewertung, keine eigene Spielregel. [1]
Beispiel: Ein gut erreichbarer, langsamer Ball wird ohne großen Druck ins Netz geschlagen.
Flugball
Schlag vor dem Aufspringen des Balls. Er wird oft am Netz gespielt, ist aber nicht an diesen Standort gebunden. [3]
Forehand
Schlag auf der Vorhandseite, bei Rechtshändern meist rechts und bei Linkshändern meist links vom Körper. [3]
Advantage, Ad
Gewonnener Punkt nach Einstand im Standardspiel. Der nächste eigene Punkt gewinnt das Spiel; ein Punktverlust führt zurück zu Einstand. [12]
Ad Court, linke Seite
Die linke Platzhälfte aus Sicht der jeweiligen spielenden Person. Von dort wird unter anderem nach Vorteil aufgeschlagen. [3]
w/o, kampfloses Weiterkommen
Weiterkommen, weil das angesetzte Match nicht begonnen wird, etwa bei Nichtantreten wegen Verletzung. Kein Freilos und keine Aufgabe im laufenden Match. [7]
WC, Einladung
Zulassung durch Einladung im Rahmen der Turnierregeln, auch wenn die regulären Ranglisten- oder Qualifikationskriterien nicht erfüllt sind. [5]
direkter Gewinnschlag
Regelgerechter Schlag, der den Punkt unmittelbar gewinnt, ohne einen erfolgreichen Rückschlag der Gegenseite. Die genaue Statistikzuordnung kann variieren. [1]
Beispiel: Ein Passierball landet im Feld und ist für die Gegenseite nicht mehr erreichbar.
Zur Statistik: Die Unterscheidung zwischen Winner, erzwungenem und unerzwungenem Fehler enthält eine Bewertung. Statistikdienste können einzelne Situationen unterschiedlich einordnen. Ob der Punkt gewonnen oder verloren ist, richtet sich dagegen nach den Spielregeln.
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